Partizipative Leitbildentwicklung

In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die partizipative Leitbildentwicklung unter Beteiligung von Management und Mitarbeitern in Unternehmen, dem Gegensteuern von Facharbeitermangel und Demotivation von Mitarbeitern, sowie Ideen zur Imagebildung Ihres Unternehmens in der Öffentlichkeit.

Warum partizipative Leitbildentwicklung? (Präambel)

Ein partizipatives Leitbild ist eine gemeinsame Selbstbeschreibung Ihrer Organisation durch Ihre Beschäftigte. Es soll die Handlungen Ihres Unternehmens beziehungsweise Ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen anleiten und an ihren gemeinsamen Zielen ausrichten.

Durch eine partizipative Leitbildentwicklung sollte von außen ein Profil (Marke) Ihres Unternehmens erkennbar und von innen erlebbar werden und sich ständig weiter entwickeln. Das Leitbild ist wie ein Personalausweis Ihres eigenen unternehmerischen Selbstverständnisses und enthält unter anderem Aussagen über die allgemeinen Unternehmensziele. Damit trägt ein Leitbild wesentlich zur Imagebildung Ihrer Organisation in der Öffentlichkeit bei (Marketing) und fördert dadurch auch Ihre Umsatzentwicklung.

Ein Leitbild ist ein Leistungsversprechen gegenüber Ihren Mitarbeitern, Ihren Kunden, Zulieferern und beteiligten Institutionen, sowie Behörden. Ihr Leitbild ist aber auch ein Maßstab zur Bewertung des Verhaltens des Managements und aller Beschäftigten (z.B. Umgang mit Konflikten, Verbindlichkeiten der Ablauforganisation). Mit Hilfe einer partizipativen Leitbildentwicklung kann Ihre Organisation zielorientiert geführt und verändert werden.

Eine partizipative Leitbildentwicklung verstärkt das „Wir-Gefühl“, leitet das aktuelle praktische Handeln und entwickelt sich ständig in kleinen aufeinander folgenden Prozessen. Dadurch bekommen Ihre Mitarbeiter und Führungskräfte auch Sicherheit im täglichen institutionellen Handeln und Entscheidungen.

Aber auch für Ihre Kunden bieten Leitbilder eine Orientierung darüber, ob die Leistungen Ihres Unternehmens den eigenen Wünschen entsprechen. Denn bitte vergessen Sie niemals: Kunden heißen deshalb Kunden, weil sie kundig sind, also wissen, was sie brauchen und welche Leistungen sie von Ihnen erwarten! Deshalb sollten Leitbilder präzise und verständlich bleiben und sich ständig weiterentwickeln!

Was ist wichtig bei der partizipativen Leitbildentwicklung?

Ein Leitbild gibt Ihren Mitarbeitern und Führungskräften Orientierung in dem Maße, wie die (Selbst-) verantwortung für ihre Arbeitsplätze und Arbeitsergebnisse zunimmt. Dazu benötigt es einer Art „Richtschnur“ oder roten Leitfaden, damit nicht jeder isoliert für sich ( oder auch gegen den anderen) handelt. Dies gilt genauso für kleine KMU´s als auch komplexe Unternehmen und Behörden mit Ihren Verwaltungsstrukturen. In den organisationsinternen als auch organisationsexternen Abläufen wird daher ein Leitbild Orientierung und Sicherheit geben. (z.B. als Leitfaden für neue Mitarbeiter, Änderungen gesetzlicher Bestimmungen wie EU-DSGVO, Vorbereitung QM-Handbuch).

Deshalb soll ein Leitbild nur Aussagen zu relevanten Aspekten der Organisation enthalten.

Leitbilder dienen dem Selbstverständnis Ihres Unternehmens und der Orientierung Ihrer Kunden. Deshalb sollten sie Informationen enthalten über Ihren öffentlichen Auftrag, Ihre handlungsleitenden Werte, Ihre Zielgruppen, Adressaten und Partner, Ihren Organisationszweck und Ihre allgemeinen Ziele, sowie Alleinstellungsmerkmale.

partizipative Leitbildentwicklung als Führungsinstrument

partizipative Leitbildentwicklung als Führungsinstrument

Eine partizipative Leitbildentwicklung dient der Leitung dazu, die Organisation zielgerichtet zu steuern. Die Arbeitshandlungen der einzelnen Mitarbeiter können an der Realisierung des Leitbildes gemessen und beurteilt werden. Ein Leitbild stiftet Einigkeit in der Organisation, das heißt, es führt zu einem „Wir-Gefühl“. Dadurch unterstützt es die Arbeitsmotivation der Mitarbeiter und wirkt langfristig dem Arbeitskräftemangel entgegen (Bleibekriterien für Mitarbeiter, positive Bewertung durch Mitarbeiter, attraktive Karriereplanung)

Eine partizipative Leitbildentwicklung wird oft als Führungsinstrument unterschätzt und das Leitbild nur als Darstellung der Einrichtung angesehen. Es heißt aber Leitbild, weil es die Praxis der Organisation anleiten soll. Deshalb ist es von besonderer Bedeutung, dass die Führungskräfte der Organisation das Leitbild vorbildlich realisieren und leben (Top-Down).

  • Als Steuerungsinstrument steht das Leitbild zwischen der langfristigen Zukunftsvision einerseits und den mittelfristigen strategischen Organisationszielen andererseits.
  • Visionen dienen der langfristigen Organisationsentwicklung, Leitbilder beschreiben die gegenwärtige Realität,
  • Entwicklungs- und Jahresprogramme verändern die Organisation im Rahmen des bestehenden Leitbildes.

„Wer nicht weiß, wohin er will, der darf sich nicht wundern, wenn er ganz woanders ankommt.“ Mark Twain

partizipative Leitbildentwicklung: und es ist richtig so!

Menschen und Organisationen brauchen Ideale. Sie müssen eine konkrete Vorstellung von dem Ziel haben, das sie erreichen wollen, damit ihr Handeln planbar ist. Ideale sind inhaltlich gefüllte Bilder, Leitvorstellungen mit Motivationskraft für die Beschäftigten. Sie konkretisieren sich in Leitzielen, in denen sich Auftrag und Aufgabe der Organisation ausdrücken. Eine partizipative Leitbildentwicklung unterstützt diese Leitziele!

Ein Leitbild sollte partizipativ erstellt sein

Partizipative Leitbildentwicklung

Ein Leitbild ist nur dann ein Leitbild, wenn es die Handlungen aller leitet. Das heißt, es ist zwingend, dass sich alle Mitarbeiter – vom Management, der Sekretärin als auch dem Hausmeister – mit dem Leitbild identifizieren. Identifizieren kann sich ein Mitarbeiter allerdings nur, wenn er sich selbst in diesem Leitbild wiedererkennt. Aus dieser Tatsache ergibt sich folgerichtig, dass alle Mitarbeiter an der partizipative Leitbildentwicklung in irgendeiner Weise beteiligt werden müssen.

Externe Begleitung

Ein Leitbildprozess, der den oben angegebenen Überlegungen gerecht wird, ist sehr komplex und verlangt insbesondere in mittleren bis größeren Unternehmen ein professionelles Projektmanagement. Zudem muss die Moderation inhaltlich unbefangen sein und auf die Einhaltung der Verfahrensgrundsätze und abgesprochenen Vereinbarungen achten. Beides ist für externe Prozessberater leichter zu realisieren als für Unternehmensangehörige mit ausgeprägter Methodenkompetenz, da letztere in die Hierarchie eingebunden sind und damit gewissen Zwängen unterliegen. Hier können zum Beispiel erfahrene und zertifizierte Unternehmensberater punkten und eine partizipative Leitbildentwicklung in einem fest definierten Zeitraum begleiten.

Das Konzept „Unternehmenswert Mensch plus“ unterstützt mit 80% igen Beratungszuschüssen seitens des BMAS eine solche partizipative Leitbildentwicklung. Näheres auch unter : komplexe Veränderungsprozesse in Unternehmen.

Arbeitshilfen

weiterführende Literatur:

  • „Partizipative Leitbildentwicklung Grundlagen, Prozesse und Methoden“,

Autor: Stefan Klaußner, Verlag: Springer Fachmedien Wiesbaden

Print ISBN: 978-3-658-13032-9, Electronic ISBN: 978-3-658-13033-6

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  • „QB 1 Qualitätswerkzeug Leitbildentwicklung“

ArtSet® Forschung Bildung Beratung GmbH • Sedanstraße 46 • 30161 Hannover •
www.qualitaets-portal.de

  • Wertschätzende Interview (Vorlage Kablitz auf Anforderung)

Und? Möchten Sie Ihr Unternehmen zukunftsorientiert mit Ihren Mit-Arbeitern und Ihrem Management ausrichten, Ihr Unternehmensprofil stärken, Mitarbeiter stärker motivieren und Ihre Kunden mehr an Ihr Unternehmen binden?

Gerne unterstütze ich Sie bei der Konzepterstellung, moderiere Prozesse mit Ihren Mitarbeitern und Führungskräften und coache Sie persönlich gerne bei Ihrer partizipativen Leitbildentwicklung!

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Ulrich Kablitz

Categories: Unternehmensberatung